Wiener Blond - Wos mochn

Single | Wos mochn
Wir alle kennen den Aggregatzustand der überbordenden Behaglichkeit. Die besten Freunde hätten mal wieder Lust auf ein gemütliches Trankerl in der Stadt. Die Lebenspartnerin wünscht sich mehr gemeinsame Zeit außerhalb der eigenen vier, immer näher rückenden Wände und der Afterwork-Drink mit dem Kollegen vom Nebenbüro wäre auch nicht so schlecht, um besser an den wichtigen Karrieretermin mit dem Chef von der anderen Abteilung zu kommen. Manchmal würden wir einfach gerne „Wos mochn“, wie Verena Doublier und Sebastian Radon in ihrer brandneuen Single folgerichtig erkennen – und das in seliger Gemeinschaft. Aber Prokrastination ist halt so angenehm, auch und vor allem mit sich selbst. Irgendwo zwischen ständiger Verfügbarkeit und dem bewussten Rausziehen aus allen Verpflichtungen bleibt eines auf der Strecke: der Blick auf die anderen.

„Moch ma wos, sog wann hastn wieder moi Zeit? Die nächsten Wochen superstressig und dicht owa im Juli vielleicht“ besingen die beiden Musikerinnen das immerwährende Strampeln im Hamsterrad, aus dem wir uns nicht mehr rausschälen wollen, weil die Gewohnheit zur Bequemlichkeit geworden ist. Im besten Mundart-Deichkind-Style treffen Wiener Blond inhaltlich wieder den Zeitgeist und halten uns und sich den Spiegel vor. „Passt, rufst einfach an, oder schreib ma uns zamm? Ja… schreib ma uns no zamm…“ Morgen ist auch noch ein Tag, wir werden’s schon mal schaffen und wenn net, dann net. Nur nicht entscheiden, nur nicht binden, nur nicht committen. Alles andere ist wichtiger, jetzt haben wir andere Dinge vor. Aber weißt was –„i möd mi dann no bei dir“ … eh klar.

Wiener Blond
Nach fünf Albumproduktionen und 14 Jahren konstanter Konzerttätigkeit im In- und Ausland hat sich Wiener Blond als fixer Bestandteil der heimischen Musikszene etabliert.

Mit ihrem gewohnt humorvollen Zugang widmet sich das Wiener Duo auf dem neuen Album „Digitaler Staub“ den Krisen, Freuden und Alltäglichkeiten einer sich rasant verändernden Welt. Themen wie Klima, Digitalität, soziale Trägheit oder Fortbewegung werden grotesk überzeichnet, vermeintlich Banales auf metaphorische Ebenen gehoben. Der digitalen Beschleunigung und dem Hustle zwischen Arbeit und Lifestyle setzt Wiener Blond dabei auch tröstliche und beruhigende Momente entgegen.

Musikalisch knüpft der neue Longplayer an die 2020 erschienene LP „Bis in der Früh“ und die Zusammenarbeit mit Produzent und Musiker Albin Janoska (SOHN, Kruder & Dorfmeister) an. Der erweiterte Band-Sound aus Drums, Bass, Synth, Gitarre und Vocals wird weitergeführt und trifft auf Einflüsse von Latin über EDM bis Soul und Hip-Hop. Die unverkennbare Zweistimmigkeit, pointierte Texte und der Humor bilden dabei weiterhin die zentralen Säulen der Songs von Wiener Blond.

Die Zusammenarbeit mit dem Original Wiener Salonensemble mündete in die Produktionen „endlich salonfähig!“ (2019) und „Sinfonien im Souterrain“ (2023), und wurde jeweils für den Amadeus Austrian Music Award nominiert.

Zu den bisherigen Konzerthighlights von Wiener Blond zählen regelmäßige Auftritte im Wiener Konzerthaus, Musikverein, Stadtsaal und Theater im Park, bei der Salzburger Festspieleröffnung sowie beim Tollwood Festival in München und dem Schleswig-Holstein Musikfestival. 2027 geht Wiener Blond mit dem neuen Album erneut auf Tour (siehe Termine).




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