Tina Dico - Fastland

Auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere wagt die dänische Singer/Songwriterin Tina Dico einen Aufbruch zu neuen Ufern. Ihr Credo: „Lieber ein Abenteuer, als gewohnheitsmäßige Routine.“ Und so klingt auch ihr neues Album: mutig, anders – aber vor allem wie gewohnt: eindringlich! 

Für den Albumtitel hat Tina Dico das dänische Wort FASTLAND gefunden, es steht für „Festland“. Andere Künstler geben ihren Alben einen Namen, der sich nett liest oder gut vermarkten lässt. Bei Tina Dico steckt hinter dem Titel eine sehr persönliche Theorie: „FASTLAND ist mein Kommentar zur modernen Welt, in der die Dinge immer in Bewegung sind.“ – „I used to be fastland/ Now I’m a movement“, singt Tina Dico bei „Not Even Close“. „Bewegung ist allgegenwärtig, unsere Leben verflüssigen sich“, erklärt sie diese Zeilen. „Zum Beispiel haben wir heute keine Beziehung mehr zueinander, wir sind diese Beziehungen. Früher habe ich ohne Handy in Dänemark gelebt, tagelang konnte mich niemand erreichen. Heute bin ich immer erreichbar, ich kommuniziere ständig, nehme Beziehungen auf, verwalte sie.“ Nicht, dass das schlimm wäre – Tina Dico ist keine Kulturpessimistin. Zwar hinterfragt sie im modern arrangierten Soulpop-Stück „Fancy“ den Materialismus und Konsumterror des modernen Lebens. „Trotzdem liebe ich dieses chaotische Abenteuer. Ich merke aber auch, dass es mir guttut, in dieser verflüssigten Welt weiter einen Halt zu besitzen. Ein Festland.“ 

Ursprünglich schrieb Tina Dico „Adams House“, den zweiten Song ihres kommenden Albums, für den Dänischen Kronprinzen, zu Ehren seines 50. Geburtstages. Der Song erzählt von seiner Zeit als Student in Harvard, wo er mit Freunden in ‚Adams House‘, dem Haus einer Bruderschaft, die für ihre wilden Parties, Drag Shows Drag Shows und ihren Freigeist bekannt war, viel Zeit verbrachte. 

Doch in „Adams House“ es geht um mehr als nur Party: Wir brauchen alle Orte, an denen wir uns frei fühlen und ganz wir selbst sein können, egal welchen Titel wir tragen, egal was wir alles schon erlebt haben, egal welchen Glaubens wir sind.