Kat Frankie - Bad Behaviour

„Bad Behaviour“ heißt Kat Frankies neues Album, das im Februar 2018 erscheint; So furchtlos, wie in ihrem neuen Album, hat Kat die „dunklen“ und die „hellen“ Seiten ihrer Musik noch niemals ineinander verspiegelt; so viele Überraschungen gab es bei ihr noch nie zu hören.

„Ich wollte nicht mehr melancholisch sein, nicht im Geringsten: Diese neue Platte ist für mich eine Platte der Freude, ich wollte ein bisschen obnoxious sein ... dafür gibt es irgendwie kein gutes deutsches Wort...“ Vielleicht könnte man sagen: Sie hat getan was sie tun wollte, ohne Rücksicht auf irgendwelche Erwartungen. Und man freut sich an jeder Stelle darüber und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Huch, was ist denn das für ein Rhythmus? Wo kommt dieses irre Power Riff her? Was tuten die Bläser da? Wieso moduliert sie die Tonhöhe ihres Gesangs derart, dass sie wie James Blake als Dragqueen klingt? („Ich mochte das Timbre“, sagt sie darauf schlicht.) Und diesen strahlenden kalifornischen Hippie-Chor, der da im Hintergrund jubiliert – hat sie den wirklich ganz allein mit eingesungen?

Hat sie, denn Kat Frankie kann alles, was man können muss, um Hörerinnen und Hörer zu fesseln – und sie kann und will noch viel mehr. Zum Beispiel: sich öffnen und sich in ein neues Verhältnis zu ihren Songs setzen. „Bad Behaviour“ ist nämlich nicht nur kunstvoll, sondern auch höchst intim: So nah wie in diesen neuen Liedern sind wir der Künstlerin noch nie gekommen; es geht um die Liebe und um das Leiden an ihr, vor allem aber um die Freude am Lieben. Und nicht zuletzt geht es um Sex: „Ich hab noch nie ein Album gemacht, dass so voller Sex war wie dieses“, sagt Kat Frankie.