Lausch - Quiet Men

Der Titel „Quiet Men“ gibt mehr als nur einen Hinweis auf die Hintergründe des nunmehr fünften Albums der Band Lausch. In einer Zeit, in der gerne viel geredet und wenig ehrlich gemeint ist, nehmen Lausch den ruhenden Gegenpol ein – sagen, was gesagt werden muss und lassen aus, was des Auszusprechens nicht wert ist. Ihrem persönlichen Naturell entsprechend bringt das Trio aus Wien und Niederösterreich diese Thematik mit seinem neuesten Werk wortmächtig auf den Punkt, ohne dabei auf den typischen Alternative Rock der Marke Lausch als tragendes Element zu verzichten. Knurrende Bässe, pumpendes Mid-Tempo-Schlagzeug und genuiner Gitarrensound bieten die Grundlage für textliche Tiefe, die durch den ungekünstelten stimmlichen Ausdruck untermalt wird. Der Themenbogen auf „Quiet Men“ spannt sich von solidem zwischenmenschlichen Vertrauen, über oberflächliche Begegnungen, bis hin zu Menschen, die sich stets selbst im Weg stehen. Im Sinne ihres Selbstverständnisses, sich Lausch mit ihren Songs kurz und bündig [„keep it simple, hold your horses“] und schaffen es dabei, einige unerwartete Drehungen und Wendungen einzubauen, frei nach dem Motto „Reden ist Silber, Schweigen ist Lausch.“

Die musikalische Dichte, die auf „Quiet Men“ von der Gruppe erzeugt wird, ist dank zahlreicher GastmusikerInnen nicht nur für Fans der ersten Stunde bemerkenswert. Alexander Lausch (Gitarre, Gesang), Matthias Ledwinka (Drums, Chor) und Arnold Zanon
(Bass, Chor) haben sich dafür Stefan Haslinger (Keys, Synths) nicht nur für die Bühne,
sondern auch für sieben Nummern der neuen Platte als Verstärkung geholt. Vier der Songs
auf "Quiet Men" enthalten Features von den VokalistInnen Ines Dallaji, Tino Romana (The
Crispies) und Christoph Ertl (Gospel Dating Service) und einige Songs werden von Lukas
Lauermann auf dem Cello begleitet Der Frontman Alexander Lausch zeichnet sich nicht nur
für die geschickten Arrangements und die Texte der Lieder, sondern zu größten Stücken
auch für die Studioproduktion verantwortlich. Das Mastering von "Quiet Men" wurde, wie
auch das Mastering der Vorgängeralben, von Martin Scheer übernommen.