Zimt - Glueckstiraden

Zimt sind Janina (Keyboard, Gitarre, Gesang), Isabella (Bass, Gesang) und Ralf (Drums). 2015 in Augsburg gegründet, erschien 2016 ihre erste 7“-Single bei Kleine Untergrund Schallplatten. Ihr minimalistischer, fast ohne Gitarren auskommender Sound schlägt den Bogen vom frühen 80er UK-Post-Punk à la Young Marble Giants oder Marine Girls über NZ-Pop wie The Clean zum guten NDW-Underground. Hier und da gibt es sogar Krautrock-Reminiszenzen. Klingt gut? Ist es auch. Sogar sehr gut! Auch wenn Zimt fest in den DIY-Subkulturen der 1980er verwurzelt sind, gelingt ihnen etwas ganz Eigenes und Neues. Im Frühling 2017 schlossen sich Zimt im artikel 1 tonstudio/Hamburg  mit einem Haufen Vintage-Keyboards ein und nahmen mit Zwanie Jonson ihr Debütalbum „Glückstiraden“ auf.

Eben diese unbekümmerte Unbeschwertheit, die heutzutage bei wenigen deutschen Bands zu finden ist – einfach machen, ohne groß darüber nachzudenken und sich selbst nicht so ernst zu nehmen. Es ist der Ansatz des PUNK. Es geht dabei nicht darum, wie gut man singen kann oder ein Instrument beherrscht, es geht um ein Gefühl und um die Songs, und die Songs sind bei Zimt einfach fabelhaft. Es ist herzzereißend und erfrischend, sich diese Band anzuhören und man kommt aus dem sich Freuen gar nicht mehr heraus. Jedenfalls geht es mir so und ich höre in ihrem Sound sogar ein wenig Stereolab heraus, spätestens dann, wenn man auf den hintergründigen, zarten, zweistimmigen Gesang stößt, bittersüß!